Grundlagen
6000 Jahre Pflastertechnik
Archäologische Funde im Gebiet des frühzeitlichen Mesopotamiens deuten auf erste Ansätze zur Verwendung von Pflastertechniken im vierten Jahrtausend vor Christus hin. Auch im alten Ägypten und in Babylon war diese Technik früh bekannt. Einen Quantensprung erlebte die Pflastertechnik im römischen Reich. Die Notwendigkeit umfangreicher und schneller Truppenbewegungen rückte die Dauerhaftigkeit und Trägfähigkeit in den Vordergrund. Diese Römerstraßen begründeten den im Prinzip auch heute noch gültigen Straßenaufbau mit stabiler
Tragschicht
aus mehreren Ebenen und gepflasterter Fahrbahndecke.
Tragschicht
Die Tragschicht ist das Element, das die aus der Pflasterdecke eingebrachten Lasten verteilen und in den Untergrund abführen muss. Insofern müssen Tragschichten ausreichend tragfähig sein. Zudem müssen sie ausreichend standfest sein, sich also infolge der Verkehrsbelastung nicht bleibend verformen.
Bei Tragschichten ohne Bindemittel muss stets eine ausreichende Filterstabilität der Tragschichten untereinander sowie gegenüber der Pflasterbettung und gegenüber dem Unterbau gegeben sein.
Sehr lange Zeit dienten ausschließlich natürlich gewonnene Pflastersteine als Belag. In Regionen ohne geeignete Natursteinlager wurden diese durch Pflasterklinker ersetzt. Im Zuge der Industrialisierung gewann der Werkstoff Beton auch für die Herstellung von Pflastersteinen zunehmend an Bedeutung. Die maschinelle Erzeugung erlaubt einen vergleichsweise günstigen Preis, eine große Formen- und Farbenvielfalt und eine hohe Maßgenauigkeit. Das macht diese Betonwerksteine heute zum meistverwendeten Straßenpflaster.